Was war zuletzt?

Antigone – Corona, UA

[AK.T]-heater Heidelberg – wir spielen wieder!!

Vor 2500 Jahren von Sophokles geschrieben, hat seine Tragödie Antigone bis heute nichts von ihrer packenden, bewegenden Dramatik eingebüßt. Die darin thematisierten Aspekte sind auch heute noch aktuell. Antigone, die tragische Heldin, bestattet ihren auf dem Schlachtfeld gefallenen Bruder Polyneikes, obwohl ihr Onkel, König Kreon, das bei Todesstrafe untersagt hat. Der sieht in dem Gefallenen einen ruchlosen Vaterlandsverräter und rechtfertigt seine Gnadenlosigkeit mit der Staatsräson. Antigone hingegen glaubt ihr Handeln durch göttliche Gebote legitimiert. Die gebieten ihr, den toten Bruder zu bestatten, auch wenn er großes Unrecht auf sich geladen hat. Sie geht deshalb guten Gewissens und aufrecht in den Tod.

Betrachten wir die Problematik der aktuellen Corona-Krise durch die Folie der antiken Tragödie, treten die zeitlosen Aspekte beider Staatskrisen zutage. Hier wie dort stehen individuelle Rechte und Freiheiten im Widerstreit gegen die Gesetze des Staates.

Die Unerbittlichkeit des Schicksals, das die Götter über die Menschen verhängen, ist ein wichtiges Motiv der Antigone. Sophokles benutzt es, um vor dem anmaßenden Gebrauch der Macht zu warnen. Zugleich appelliert er an die Kraft des menschlichen Verstandes – gegenüber offensicht-lichem Unrecht ebenso wie angesichts des dunklen, mystischen Schicksals.

Der Stoff entstammt der griechischen Mythologie und ist eine Episode aus dem Sagenkreis um das thebanische Herrscherhaus der Labdakiden. Antigone ist die Tochter von Ödipus, der einst seinen Vater erschlug und seine Mutter heiratete. Ihre Brüder Eteokles und Polyneikes sind in der Schlacht gefallen. Letzterer hat die eigene Stadt mit fremden Truppen angegriffen, weshalb König Kreon sein Begräbnis verbietet, während Eteokles mit allen Ehren bestattet wird.

Das Stück entwickelt sich im strengen Wechselspiel zwischen dramatischen Szenen und kommentierenden Liedern des Chors. Von sog. Alltagsexperten in Workshops entwickelte Sequenzen thematisieren zudem den Bezug zur Corona-Krise. Die Unabsehbarkeit und Unentrinnbarkeit des Schicksals sind zentrale Motive der Handlung.

Premiere von Antigone – Corona, UA war am 24. September 2021 in der Tiefburg.

Es folgten weitere 7 gut besuchte Aufführungen bis zum 7. Oktober.

Hier können Sie die Ankündigung der Premiere in der Rhein-Neckar-Zeitung vom 21.9.21 nachlesen

Hier können Sie die Kritik der Premiere aus der Rhein-Neckar-Zeitung vom 28.9.21 nachlesen

Hier können Sie die Kritik der Premiere aus dem Mannheimer Morgen vom 28.9.21 nachlesen

Hier können Sie ein Video von einer Aufführung in der Tiefburg anschauen

 

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Gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

 

 

Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.

 

 

Außerdem fördern:               

In Kooperation mit dem Chor „Hendsemer Krischer“ unter Leitung von Sabine Dietenberger und der Bücherstube an der Tiefburg
Mit freundlicher Unterstützung des Stadtteilvereins Handschuhsheim