Willkommen

Die dunklen Zeiten sind vorbei, der Zugang zur Welt da draußen ist wieder offen, der Kontakt zu den Freunden ist wieder erlaubt, die Zweifel, ob es das Draußen überhaupt noch gibt, sind verraucht. Wir können uns wieder versammeln, wir dürfen wieder gemeinsam singen und gemeinsam feiern. Wie haben wir uns danach gesehnt!

Die Zeit des Theaters, die Zeit der Musik und des Tanzes, der gemeinsamen Unterhaltung empfängt uns. Sie gewährt uns den klaren Blick zurück und den hoffenden Blick voraus. Und in dieser Spanne, zwischen dem düsteren Schrecken des Vergangenen und der lichten Zeit voraus, entstehen die großen Erzählungen der Menschheitsgeschichte.

Eine davon: Antigone. Weil sie ihren Bruder begräbt, verstößt sie gegen das Gesetz und wird mit dem Tod bestraft. Die Corona-Verordnungen griffen zutiefst in die Freiheitsrechte der Bürger ein, um die Menschheit vor Krankheit und Tod zu schützen. Wir betrachten die Problematik der aktuellen Corona-Krise durch die Folie der antiken Tragödie, so treten die zeitlosen Aspekte beider Geschichten zu Tage.