Im Niemandsland

„Den Zwanzigsten ging Lenz durch’s Gebirg. Es war als ginge ihm was nach, und als müsse ihn etwas Entsetzliches erreichen, etwas das Menschen nicht ertragen können, als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm. Endlich hörte er Stimmen, er sah Lichter, es wurde ihm leichter…“

Im Niemandsland - Lenz trifft Büchner

Niemandsland Info PLAKATLenz trifft Büchner
Texte von Georg Büchner in einer Bearbeitung von Hubert Habig

Bild:
Probefoto IM NIEMANDSLAND Copyright © Wolfgang Detering

„Den Zwanzigsten ging Lenz durch’s Gebirg. Es war als ginge ihm was nach, und als müsse ihn etwas Entsetzliches erreichen, etwas das Menschen nicht ertragen können, als jage der Wahnsinn auf Rossen hinter ihm. Endlich hörte er Stimmen, er sah Lichter, es wurde ihm leichter...“

 

Auf Georg Büchner, den jung verstorbenen Dichter und bedeutenden Mitbegründer der literarischen Moderne, richtet sich im laufenden und mehr noch im kommenden Jahr besondere Aufmerksamkeit. Denn der demokratische Revolutionär starb vor 175 Jahren und im Oktober 2013 jährt sich sein Geburtstag zum 200. Mal.

Das Projekt

nld-104Für die Gruppe [Ak.T] waren es weniger die Gedenkjahre als vielmehr die Aktualität und Schönheit der Büchnerschen Texte, die den Impuls für das neue Projekt „Im Niemandsland – Lenz trifft Büchner“ gegeben haben. Anker der Inszenierung bildet die Erzählung „Lenz“, die als Beginn der modernen europäischen Prosa gilt. Dazu kommen Versatzstücke, Bruchteile und Passagen aus den Dramen „Dantons Tod“, „Leonce und Lena“ und „Woyzeck“.
Die Bühne der Hebelhalle in Heidelberg wird zu einem herausgehobenen Ort, der unwirtlich und finster sein, im nächsten Moment aber die tiefsten und herrlichsten Naturerlebnisse zulassen kann. Hier trifft der sensible Dichter Lenz auf verschiedene Figuren aus dem dramatischen Werk Büchners. Allesamt Getriebene, Entwurzelte, Heimatlose, die sich für Augenblicke gegenseitig fassen können; Halt und Nähe miteinander teilen, um anschließend wieder in den Kosmos ihrer existentiellen Einsamkeit zu sinken.

Vier Schauspieler und eine Sängerin entfalten einen Büchnerschen Sprach- und Klangteppich, der am 6. Oktober in der HebelHalle Heidelberg Premiere haben wird.

Produktion / Presse /Bilder

Regie: Hubert Habig
Bühne: Motz Tietze
Dramaturgie: Christiane Adam
Produktionsassistenz: Erika Ebel
Regieassistenz: Marit Kienhöfer

Unterstützer und Kooperationspartner:
Hebel Halle, Landesverband Freier Theater Baden-Württemberg e.V., Fahrwerk Ambiente Marketing, Stadt Heidelberg Kulturamt, Heidelberger Volksbank, Pädagogische Hochschule Heidelberg, Sparkasse Heidelberg, Rhein-Neckar-Zeitung

Presseecho:
Mannheimer Morgen 8. Oktober 2012